SMART HOME: Automatisiere Deine vier Wände!

Das Buzz-Word „Smart Home“ geistert immer mehr durch die Medien. Aber was bedeutet das überhaupt genau, wenn das Zuhause smart ist bzw. wird? Wir klären auf und geben Dir einen Überblick, wie Dein Leben mit einem Smart Home einfacher und komfortabler wird.

Smart Home – Was ist das?

Als Smart Home werden Haushalte bezeichnet, in denen Haushalts- und Multimedia-Geräte miteinander vernetzt sind und so interagieren können sowie sich fernsteuern lassen. Hierbei werden in der heutigen Zeit in der Regel keine kabelgebundenen Systeme mehr eingesetzt, wie sie bei der Hausautomatisierung seit den 70er Jahren verwendet wurden. Stattdessen erfolgt die Vernetzung und Kommunikation kabellos per Wlan oder Bluetooth über verschiedene Funkstandards (z. B. HomeKit, Zigbee, Z-Wave oder Enocean).

Durch die smarten Technologien werden nicht nur alltägliche Vorgänge automatisiert. Sondern es lassen sich auch Dinge an Deine eigenen Bedürfnisse anpassen, z. B. Licht, Heizung oder Musikwiedergabe. Die Steuerung des Smart Home erfolgt entweder automatisiert (z. B. zeit- oder zustandsabhängig), am Gerät selbst oder aus der Ferne per entsprechender Apps auf Smartphone bzw. Tablet oder per Stimme.

Smart Home-Anbieter im Überblick

Heute gibt es viele verschiedene Smart Home-Systeme und -Standards. Das macht die Einrichtung nicht immer einfach, da die Systeme häufig nicht untereinander kompatibel sind. In der Regel musst Du zunächst schauen, welche Funktionen Du nutzen möchtest, und Dich dann auf ein System festlegen. Zwei weit verbreitete Smart Home-Systeme sind die der Telekom und innogy/RWE, die wir Dir im Folgenden genauer vorstellen.

Magenta SmartHome von der Telekom

Das Smart Home-System der Telekom heißt passenderweise Magenta SmartHome. Hauptaugenmerk hat der Telekommunikationsriese hierbei auf eine einfache Einrichtung sowie die Integration vieler verschiedener Hersteller für eine leichte Erweiterbarkeit gelegt. Möchtest Du das System nutzen, benötigst Du zunächst die Basis. Sie ist das Zentrum Deines smarten Zuhauses und vernetzt alle teilnehmenden Geräte. Hierzu zählen z. B. Multiroom-Lautsprecher von Sonos, Rauchmelder von Nest, Überwachungskameras von Logitech, Lichtinstallationen mit Philips Hue oder Osram Smart+ und vieles mehr.

Die Steuerung erfolgt über die Magenta SmartHome App auf Deinem Smartphone bzw. Tablet oder, wenn entsprechende Geräte wie Amazon Echo oder Google Home vorhanden und integriert sind, auch per Stimme. Auch die klassischen Wandschalter für Licht, Rollläden und Co können mit entsprechenden Adaptern smart gemacht werden. Und selbst im Auto kannst Du unter bestimmten Voraussetzungen SmartHome von der Telekom nutzen.

innogy SmartHome von RWE

Auch der Energiekonzern RWE bietet mit innogy SmartHome ein eigenes Smart Home-System. Dieses funktioniert ebenfalls nach dem gleichen Prinzip wie das der Telekom. Du benötigst eine Basisstation als Zentrale für Dein smartes Zuhause. Diese empfängt die Befehle (z. B. von Deinem Smartphone) und leitet diese an die entsprechenden Geräte als Empfänger weiter und ermöglicht es Dir zudem, automatische Abläufe zu programmieren. Dies kann z. B. das morgendliche Hoch- und das abendliche Herunterfahren der Rollläden sein.

Allerdings ist die Liste der kompatiblen Hersteller aktuell noch etwas überschaubarer als bei der magentafarbenen Alternative. Neben diversen innogy-Eigengeräten, die bereits viele Funktionen wie smarte Wandschalter ermöglichen, sind unter anderem Amazon Echo (mit Alexa), Philips Hue, Miele, Samsung, Al-Ko, Buderus, Netatmo und Yale kompatibel mit innogy SmartHome. Die Liste der kompatiblen Hersteller und Geräte wird aber stetig erweitert.

Smart Home-Geräte im Überblick

Immer mehr Geräte werden smart und lassen sich damit in ein Smart Home integrieren. Wir stellen Dir beispielhaft drei Produktgruppen vor, die heute smart sein können.

Der Kühlschrank verrät, was drin ist

Bis vor kurzem war es kaum vorstellbar, heute ist es auf Wunsch bereits Realität: der smarte und damit vernetzte Kühlschrank. Bleibt die Frage, was die neuen Funktionalitäten zu bieten haben und was sie bringen. Beispiele für smarte Features für einen Kühlschrank sind z. B. Innenkameras. Diese ermöglichen es Dir, dass Du auch von unterwegs per Smartphone einen Blick in den Kühlschrank wirfst. Das ist praktisch, wenn Du gerade beim Einkaufen bist und Dich fragst, ob noch genug Milch zuhause im Kühlschrank ist oder ob Du welche besorgen musst.

Besonders smart sind Modelle von Samsung, die auf den Namen Family Hub hören. Sie haben ein riesiges Touch-Display in der Tür integriert, das Dir verschiedene Funktionen bietet. Unter anderem kannst Du damit Rezepte nachschlagen, Nachrichten und Memos schreiben und vieles mehr. Allerdings sind die smarten Kühlschränke (noch) bedeutend teurer als die herkömmlichen Modelle.

Fast schon ein alter Hut: das Smart TV

Ein smarter Fernseher ist heute fast schon Standard. Kaum ein aktuelles Modell kommt ohne smarte Funktionen aus. Hierzu zählen vor allem Streaming-Optionen und der Zugriff auf das Internet. Mit einem Smart TV kannst Du unter anderem Filme von Streaming-Diensten wie Amazon Video und Netflix anschauen. Aber auch das Surfen im World Wide Web, der Zugriff auf Mediendateien auf einem Netzwerkspeicher und vieles mehr sind heute mit smarten TV-Geräten möglich.

Steckdosen machen alte Geräte smart

Smarte Steckdosen sind oft der Einstieg in das smarte Zuhause. Sie ermöglichen Dir eine Bedienung aus der Ferne sowie eine Programmierung wie mit einer Zeitschaltuhr. Rüstest Du z. B. eine alte Stehlampe mit einer Smart Home-Steckdose aus, kannst Du diese je nach Modell und Funktionalität per Smartphone oder Stimme steuern. Auch das Einprogrammieren von bestimmten Zeiten, an denen das Licht automatisch ein- bzw. ausgeschaltet wird, ist machbar. Auf diese Weise lassen sich „unsmarte“ Geräte smart machen und damit aus der Ferne ein- und ausschalten. Praktisch ist dies z. B. auch, um Standby-Geräte nachts vom Strom zu trennen und so Energie zu sparen. Zudem bieten einige smarte Steckdosen als zusätzliches Feature auch eine Messung des Energieverbrauchs.

Smart Home Test und Erfahrungen

Wie gut und sinnvoll ein Smart Home in Dein Zuhause und Dein Leben integriert werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist neben der Art der Geräte auch das eigene Budget. Smarte Geräte kosten je nach Marke und Gerätetyp durchaus einige Euro, sind aber meist auch nicht unerschwinglich. Häufig wird mit einer Funktionalität begonnen (z. B. smarte Steckdosen oder eine Funksteuerung von Rollläden), um dann das eigene Smart Home nach und nach zu erweitern. Wichtig ist, dass Du Dir vorab Gedanken machst, was Du mit Deinem Smart Home erreichen willst. Danach suchst Du Dir dann das entsprechende System sowie die passenden Geräte aus. Produktvergleiche können hier eine große Hilfe sein, um sich einen Überblick über Kompatibilitäten und Funktionalitäten zu verschaffen.

Fazit

Ein Smart Home kann viele Dinge im Leben einfacher und komfortabler machen. Allerdings können die vielen Möglichkeiten Laien auch schnell verwirren. Zumal es sehr viele verschiedene Systeme und Hersteller gibt, die untereinander nicht unbedingt immer alle kompatibel sind. Daher solltest Du Dich unbedingt vor dem Kauf informieren und Dir überlegen, welche Funktionen und Geräte Du gerne automatisieren bzw. smart machen möchtest. Danach solltest Du das passende System wählen. Achte hierbei auch darauf, dass es sich später noch gut erweitern lässt. Ist ein Smart Home erst einmal eingerichtet, kannst Du über Dein Smartphone oder Tablet oder per Stimme (Amazon Alexa und Co. sei Dank) steuern sowie lässt viele Dinge automatisiert erfolgen (z. B. Außenrollläden herunterfahren, wenn es dunkel wird).

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