ACHTUNG: Flüssiger Displayschutz macht Dein Handy wahrscheinlich…

Flüssiger Displayschutz Achtung

Flüssiger Displayschutz ist aktuell in aller Munde. Dieses innovative Produkt soll unter anderem das Display Deines Smartphones schützen können – ganz ohne hässliche Folie!

Wie funktioniert flüssiger Displayschutz?

Flüssiger Displayschutz setzt auf Nanotechnologie. Diese bringt viele verschiedene Vorteile für Dein Handydisplay und damit für Dich als Anwender. Wie das genau funktioniert, erklären wir Dir im nachfolgenden Abschnitt.

Nanoversiegelung

Fasst Du mit dem Finger über das Displayglas Deines Smartphones, dann fühlt sich dies (mal abgesehen von eventuell bereits vorhandenen Brüchen und Kratzern) sehr glatt an. Schaust Du Dir die Oberfläche hingegen einmal unter einem Elektronenmikroskop an, entdeckst Du viele mikroskopisch kleine Unebenheiten.

Diese Berg- und Tal-Landschaft gleicht ein flüssiger Displayschutz aus. Hierbei handelt es sich um flüssiges Panzerglas, das sich mit seinen winzigen kleinen Nanopartikel in die Vertiefungen setzt und so für eine glattere Oberfläche sorgt. Diesen Effekt nennt man eine Nanoversiegelung. Sie sorgt nicht nur für mehr Stabilität und eine stabilere Oberfläche, die auch Kratzer abhalten kann. Sondern sie ist auch dafür verantwortlich, dass durch die glattere Oberfläche Dreck und Fingerabdrücke nicht mehr so stark auf der Oberfläche anhaften sowie Wasser abperlt. Auch eine antibakterielle Wirkung versprechen einige Hersteller von flüssigem Displayschutz, z. B. DiamondProtect.

In der nächsten Tabelle haben wir Dir einmal die Vorzüge von flüssigem Displayschutz im Vergleich mit den klassischen Folien aufgestellt.

Wie wird flüssiger Displayschutz aufgetragen?

Das Auftragen von flüssigem Displayschutz auf dem Bildschirm eines Smartphones ist wirklich nicht schwierig. In der Regel unterscheidet sich die Anwendung der Produkte von Hersteller zu Hersteller gar nicht oder nur wenig. Viele bieten neben einer Anleitung beim Produkt beiliegend auch Anleitungsvideos auf den Webseiten an, sodass Du Dir die Anwendung zuvor auch noch einmal animiert anschauen kannst.

Typischerweise erfolgt das Auftragen von flüssigem Displayschutz in folgenden drei Schritten:

Schritt 1: Reinigen

  • Zunächst musst Du das Display des Smartphones gründlich reinigen, um Verunreinigungen durch Schmutz, Fingerabdrücke und Co zu beseitigen. Nur bei einer gründlich gereinigten Displayoberfläche kann der flüssige Displayschutz gut haften. Verwende hierfür das spezielle Reinigungstuch, das die verschiedenen Hersteller in der Regel ihren Produkten beilegen. Nach der gründlichen Reinigung musst du das Display nun noch trocknen lassen oder mit einem sauberen Tuch, das nicht fußelt, abtrocknen, bevor es weitergehen kann.

Schritt 2: Versiegeln

  • Nun kommt die eigentliche Versiegelung mit dem flüssigen Glas. Reibe hierfür die Oberfläche des Displays mit dem speziellen Versiegelungstuch ein. Dieses ist mit der Flüssigkeit aus flüssigem Glas getränkt, die für den Schutz des Displays verantwortlich ist. Befolge diesen Schritt so lange, bis das Tuch vollkommen trocken ist.

Schritt 3: Trocknen

  • Nun musst Du den flüssigen Displayschutz trocknen lassen. Wie lange dies dauert, ist von Produkt zu Produkt etwas unterschiedlich. In der Regel dauert es aber nur wenige Minuten. Danach musst Du noch die nun versiegelte Oberfläche des Displays mit dem Poliertuch, das in der Regel ebenfalls zum Lieferumfang gehört, polieren. Nun sollte der flüssige Displayschutz nicht mehr zu sehen sein, schützt aber dennoch das Display Deines Smartphones.

Flüssiger Displayschutz Test und Erfahrungen

Diverse Medien haben flüssigen Displayschutz auf Herz und Nieren getestet. Auch wenn sich die Ergebnisse von Hersteller zu Hersteller zum Teil recht deutlich unterscheiden, kommen die meisten Testberichte zu einem positiven Ergebnis. So urteilt z. B. Stern TV im Vergleich zwischen Schutzfolien aus Kunststoff und dem flüssigen Displayschutz: „Mit deutlichem Abstand besser sind die flüssigen Displayschutze.“ Unterschiede gab es allerdings bei der Zusammensetzung sowie dem Preis. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Vergleich vor dem Kauf.

Schaut man sich Kundenbewertungen, z. B. bei Amazon, zu den verschiedenen flüssigen Displayschutz-Produkten an, zeigt sich dort ebenfalls ein recht differenziertes Bild. Einige Hersteller schneiden nicht sonderlich gut ab, da es diverse negative Bewertungen gibt. Andere können hingegen einen Großteil der Nutzer überzeugen und schneiden somit gut ab. In der Regel werden vor allem die einfache Anwendung sowie die Unsichtbarkeit im Vergleich zu anderen Schutzprodukten wie Folien und Panzerglas gelobt.

Flüssiger Displayschutz bei Höhle der Löwen

Einer großen Masse an Zuschauern wurde der flüssige Displayschutz durch das Produkt ProtectPax bekannt. Dieses hatte 2017 einen großen Auftritt bei der sehr beliebten TV-Show Die Höhle der Löwen. Allerdings gab es dort nicht nur Geld von einem Investor, sondern kurze Zeit später auch löwenmäßigen Ärger…

flüssiger Displayschutz ProtectPax
Quelle: cw-mobile.de

Protect Pax

Die Geschichte von ProtectPax begann verheißungsvoll. Die beiden Gründer Pascal Buchen und Anthony Filipiak konnten in der Start-Up-Show „Die Höhle der Löwen“ den Juror Ralf Dümmel von DS Produkte von ihrem flüssigen Displayschutz überzeugen. Der Investor stieg mit 150.000 Euro Kapitaleinlage gegen ein Fünftel der Anteile ein. Kurze Zeit später war das Produkt nahezu überall zu kaufen, z. B. bei Amazon, bei Aldi Süd sowie vielen weiteren Märkten und Ketten.

Die Klage

Allerdings zogen dann doch recht bald dunkle Wolken auf und verhagelten die Erfolgsgeschichte hinter ProtectPax gewaltig. Der Berliner „Verband für Sozialen Wettbewerb“ hat das Unternehmen aufgrund von Werbeaussagen angeklagt, die in diesem Zusammenhang laut Ansicht des Klägers nicht zu halten sein. Hierbei ging es vor allem um die Behauptungen „100 Prozent bruch- und kratzsicher“ sowie der angeblichen Haltbarkeit von zwölf Monaten, was beides in der Werbung sowie auf der Produktverpackung versprochen wurde. Geschäftsführerin Angelika Lange hierzu: „Für die ausgelobten Wirkungen gibt es nach unserer Kenntnis keine Grundlage. Wir haben sie abgemahnt.“

Der Verkaufsstopp

Die Folge der Abmahnung war ein kompletter Verkaufsstopp, den DS Produkte veranlasst hat. „Aufgrund einer einstweiligen Verfügung und neuer Erkenntnisse ist es DS Produkte derzeit untersagt, das Produkt ,ProtectPax Displayschutz’ in seiner jetzigen Gestaltung weiter zu vertreiben“, hieß es damals in einem Schreiben an die Kunden von DS Produkte. Somit wurde ProtectPax von Aldi und weiteren Händlern aus dem Sortiment genommen. Hierbei sei aber noch einmal klargestellt, dass die Probleme von ProtectPax sich rein auf die Werbeaussagen bezogen. Es ging nicht allgemein um die Qualität und Wirkung von flüssigem Displayschutz, auch wenn die gesamte Branche unter der umfangreichen negativen Berichterstattung in den Medien rund um die Probleme von ProtectPax gelitten hat.

Alternative zu ProtectPax

Ein Hersteller, der uns bei unserer Recherche ins Auge gefallen ist, ist DiamondProtect. Sie bieten nicht nur eine Versiegelung für Dein Handy-Display an, sondern schützen rundum Deine liebsten Gegenstände, wie Brille, Auto und Kleidung. Ihre Versiegelung für das Smartphone wird hoch gelobt und ist ein echter Verkaufsschlager. Für nur 12,99€ erhältst Du Dein DiamondProtect Smartphone-Versiegelung, die nicht nur Dein Display resistenter und härter gegen Kratz- und Gebrauchsspuren macht, sondern Flüssigkeiten von der Oberfläche abperlen lässt. So sparst Du gegenüber ProtectPax sogar noch ganze 7€! Außerdem ist dein Smartphone fortan mit weniger Fingerabdrücken bedeckt und die Reinigung vereinfacht. Eine antibakterielle Wirkung zeigt die Versiegelung auch, da durch das Flüssigglas und die Glättung der Oberfläche Viren und Bakterien weniger hartnäckig haften bleiben können.

flüssiger Displayschutz Erfahrungen
Quelle: Amazon.de

Wo kannst Du Flüssigen Displayschutz kaufen?

Möchtest Du das Display Deines Smartphones oder auch eines anderen Gerätes wie eines Tablets oder einer Smartwatch mit einem flüssigen Displayschutz schützen, gibt es viele verschiedene Hersteller, die um Deine Gunst werben. Zudem kannst Du Dich auch an viele große Handelsketten, kleine Handyläden oder diverse Online Shops wie Amazon wenden, denn das Trendprodukt des flüssigen Displayschutz gibt es aktuell nahezu überall zu kaufen.

dm

ProtectPax war in der Drogeriekette dm sowie dem unternehmenseigenen Online Shop erhältlich, bis der Verkauf gestoppt werden musste. Aktuell kannst Du online keinen flüssigen Displayschutz bei dm bestellen.

Aldi

Auch Aldi Süd hat bis zum Verkaufsstopp von ProtectPax diesen flüssigen Displayschutz im eigenen Sortiment geführt und erfolgreich verkauft. Aktuell gibt es kein vergleichbares Produkt bei Aldi. Dies kann sich aber durch die wöchentlichen Aktionsangebote jederzeit ändern.

Lidl

Die Discounterkette Lidl führt in seinen Filialen sowie dem Online Shop einen flüssigen Displayschutz der Eigenmarke Silvercrest. Du kannst den „SILVERCREST® Liquid Glass Sealer 2tlg.“ Online für 4,99 Euro ordern. Für den Preis bekommst Du zwei All-Inclusive-Sets mit je zwei getränkten Tüchern. Diese reichen für den Schutz von zwei Smartphone- oder einem Tablet-PC-Display. Denn das Produkt ist nicht nur für Smartphones, sondern auch für Tablets, Smartwatches, Uhren und anderen Glas-Oberflächen geeignet.

Saturn

Saturn bietet eine ganze Reihe von Displayschutz-Produkten für Smartphones an – darunter auch das „neue“ ProtectPax 2.0 aus „Die Höhle der Löwen“. Das Set kostet 19,99 Euro zzgl. 1,99 Euro Versandkosten und beinhaltet eine Kartusche mit der Displaybeschichtungsflüssigkeit (0,8 g), ein Reinigungstuch, ein Trockentuch sowie ein Mikrofasertuch. Damit kannst Du das Display eines Smartphones behandeln.

Media Markt

Auch bei Media Markt bekommst Du ProtectPax 2.0. Preis und Versandkosten stimmen mit Saturn überein – kein Wunder, gehören beide Elektronikketten doch zu einem Konzern.

Wie entfernst Du Flüssigen Displayschutz?

Möchtest Du einen flüssigen Displayschutz vom Display Deines Smartphones wieder entfernen? Hast Du das flüssige Glas einmal aufgetragen, verbindet es sich mit der Oberfläche und legt sich quasi wie eine zweite Haut auf das Gerät. Allerdings trägt sich durch Reibung der Finger sowie in Taschen etc. der Schutz ohnehin mit der Zeit von alleine wieder ab. Die meisten Hersteller sprechen hierbei von einer Haltbarkeit von 12 Monaten, nach denen der Schutz wieder erneuert werden sollte. Von daher brauchst Du nur etwas Geduld, bis sich der flüssige Displayschutz von alleine wieder abgetragen hat.

Fazit – lohnt sich der Kauf?

Flüssiger Displayschutz ist eine tolle Sache. Dieses Trendprodukt bringt viele Vorteile mit sich, von denen Du als Smartphone-Nutzer profitierst. Es härtet das sonst empfindliche Display gegen Kratzer und andere Herausforderungen des Alltages ab. Zudem haften Schmutz, Fingerabdrücke und Co nicht mehr so stark, sodass Dein Gerät besser und sauberer ausschaut und nicht mehr so leicht verschmiert.

Die Anwendung ist einfach und der Schutz hält in der Regel mindestens 12 Monate. Zudem sind die meisten Produkte für flüssigen Displayschutz recht günstig. Hat Dir dieser erst einmal einen Kratzer auf dem Display erspart, hat sich die kleine Investition spätestens rentiert. Denn das Austauschen des Displays kostet bei modernen Smartphones gut und gerne einige hundert Euro.

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